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Coral Pink Sand Dunes

[ Coral pink sand dunes ]

Candy cliffs st. george yant flat dirt road igoplaces.de utah

Lange Schatten kündigen den letzten Abschnitt eines ereignisreichen Tages an. Langsam aber beständig senkt sich die warme Wüsten-Sonne dem Horizont entgegen. Die Tage hier im äußersten Süden Utahs sind spannend und voller Erlebnisse. Manchmal geht einem da abends etwas die Puste aus. Wie toll wäre es, wenn es hier einen Ort gäbe, an dem du den Tag so richtig gelungen ausklingen lassen kannst. Mit einem kleinen Picknick, besten Ausblicken und etwas amerikanischen Lebensgefühl... In der Nähe von Kanab sind die Coral Pink Sand Dunes genau der Ort hierfür!


[ klein aber fein ]

Die Wüstenlandschaft im Süden Utahs ist geprägt von wunderschönem Sandstein in vielen bizarren Formen und Farben. Fairerweise muss man zugeben, dass die meisten Menschen mit Wüste etwas anderes verbinden als z.B. den Arches National Park. Nur knapp 30 km westlich von Kanab kommen aber die Freunde von klassischen Sandwüsten auf ihre Kosten. Die Coral Pink Sand Dunes in Kane County bietet ein Wüsten-Gefühl, dass für diese Region schon etwas besonders ist. Auf einer Fläche von gut 15 km² türmen sich riesig hohe Dünen aus feinem, weichen Sand auf und warten darauf bestaunt, erklommen oder fotografiert zu werden.

[ die anfahrt ]

Der State Park ist einfach gefunden und schnell erreicht. Verlasse Kanab in nördlicher Richtung auf der US-89N. Bereits nach 11 km biegst du links auf die Hancock Road ab. Gute 15 km später folgst du den Schildern in Richtung des State Parks nach links. Nur 4 km später bist du am Ziel. Nach dem kleinen Bezahl-Häuschen gibt es neben dem Campingplatz nur noch einen Parkplatz. Hier sind auch die Picknick Plätze (mit Grills)... also los gehts! 

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Bereits 1963 wurde der State Park gegründet, der diese besonderen Sanddünen beherbergt. Und sie sind wirklich etwas Besonderes, die Dünen - und doch gar nicht so sehr von den Sandsteinformationen der Region zu unterscheiden. Zwei umliegenden Bergketten formen eine Windschneise, durch die der Wind - quasi in Hochgeschwindigkeit - über Jahrtausende den Navajo Sandstein abgetragen und hier aufgetürmt hat. Aber damit nicht genug, der Wind lässt die zwischen 10.000 und 15.000 Jahre alten Dünen auch über 10 m im Jahr wandern.  

 

Das geniale hier ist, dass der Sand immer noch dieselbe spannende Färbung hat, wie er als Sandsteinfelsen einmal hatte. Besonder zum Sonnenauf- und -untergang kommt das Korall-Rot richtig gut zur Geltung und sorgt für ein einzigartig farbenfrohes Naturschauspiel. Mit immer weiter sinkender Sonne ändert sich die Farbschattierung und die Dünen, die eben noch “normal” Sand-gelb aussahen, sind erst orange, dann rot und später fast schon pink. 


[ wandern in den dünen ]

Der Park bietet neben einem kleinen Visitor Center, einem Campingplatz und Picknick-Plätzen wenig bis keine Infrastruktur. Beliebt ist er vor allem bei Amerikanern, die die Dünen mit ihren “Side-by-Sides” (Quads, Buggies, etc.) bezwingen wollen. Für Naturliebhaber können die dröhnenden Gefährte schon manchmal etwas nervig werden - aber hey, so ist das eben hier. Und zu den “spannenden” Zeiten früh morgens und abends hatte ich bisher meistens wenig störenden Verkehr vor der Linse. Ein offenes Auge für die Umgebung schadet aber nicht, falls du in den Dünen etwas umherwandern willst. 

 

Apropos wandern: Natürlich ist das Wandern hier erlaubt. Und ein Spaziergang auf die ein oder andere Düne ist wirklich außergewöhnlich und sorgt für tolle Fotomotive. Aber sei darauf gefasst, dass es sich in dem Sand wirklich sehr schwer gehen lässt. Die Sandkörner sind so rund geschliffen und so fein, dass sie sich fast schon wie eine etwas zähe Flüssigkeit verhalten.

photo credit: Utah Office of Tourism

Und auch wenn der feine Sand schnell etwas Strandfeeling aufkommen lässt, ist es nicht unbedingt ratsam, hier viel barfuss herumzutollen.  Manchmal etwa sim Sand versteckt, manchmal ganz frei findest du hier oft Schlangen, Spinnen, Skorpione oder anders Tiere, die nicht unbedingt mit schuhlosen Füssen harmonieren. Aber wie bei fast allen Begegnungen mit wilden Tieren gilt hier natürlich: wenn du sie nicht nervst, nerven sie dich auch nicht. 


[ noch einmal wiederkommen? ]

Ja, schon. Natürlich ist es kein Highlight, wie der Buckskin Gulch oder die Wave... aber für einen entspannten Abend und ein kleines Picknick zum Sonnenuntergang komme ich gerne zurück. Die Coral Pink Sand Dunes sind super einfach zu erreichen, haben Grillplätze und ein tolles Highlight zu bestaunen. 

 

Mir gefällt besonders die Einfachheit des Parks, ohne dass hierdurch das Naturspektakel irgendwie geschmälert wird. Also: toller Spot - wenig Infrastruktur. In seiner Art erinnert der Park damit an den Goosenecks State Park. Dort ist es ähnlich. 



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